Moos und Grünspan entfernen – die besten Hausmittel gegen Grünbelag

Die besten Hausmittel zum Moos und Grünspan entfernen

Grünbelag aus Moos und Algen auf Terrasse, Wegen oder Gartenmöbeln lässt sich schon mit ungiftigen Hausmitteln effizient entfernen. Hier für Sie: Die besten Methoden und Tipps.

Eigentlich freuen wir uns darüber, wenn es im Garten grünt und blüht. Doch ein grüner, schwarzer oder gelblicher Belag auf Gartenwegen, Terrassenböden oder den Gartenmöbeln ist ein unschönes Ärgernis. Umgangssprachlich wird dieser Biofilm als Grünspan oder Grünbelag bezeichnet. Tatsächlich kann der grüne Belag aus verschiedenen Lebensformen wie Algen, Moosen und Flechten bestehen. Algen, Moos und Flechten treten häufig zusammen auf, Moos ist besonders hartnäckig, da es sich hierbei um kleine Pflanzen handelt, die mit ihren Wurzeln tief in Ritzen eindringen.

Doch egal ob Alge oder Flechte – beide Grünbeläge gedeihen unter ähnlichen Rahmenbedingungen und können mit denselben Methoden entfernt werden. Aus Gründen des Umweltschutzes sollten ausschließlich gewässerschonende und ungiftige Substanzen für die Entfernung verwendet werden. Am einfachsten lässt sich Grünspan entfernen, wenn er frühzeitig erkannt und beseitigt wird.

Der Entstehung von Moos und Flechten vorbeugen

Grünbelag benötigt zum Wachstum Feuchtigkeit. Nach einer Schlechtwetterperiode treten Algen und Moose in der Regel vermehrt auf. Gartenbesitzern fällt auf, dass sich der grüne Belag vor allem in Schattenlagen bildet – Sonneneinstrahlung verhindert die Entstehung von Grünspan.

(Empfindliche) Gartenmöbel sollten daher grundsätzliche trocken gelagert werden. Terrassenböden und Gehwege können regelmäßig mit folgenden sanften, umweltfreundlichen Methoden gereinigt werden, um eine starke Moosbildung zu vermeiden.

Grünbelag und Moos mit ungiftigen Hausmitteln entfernen – 7 Tipps

Erfahren Sie mehr über effiziente und umweltfreundliche Methoden, um Moos und Grünspan zu entfernen – nebst jeweiliger Vor- und Nachteile.

1. Moos von Steinen entfernen mit einer Bürste

Moos von Steinen entfernen mit einer Bürste
© riopatuca / shutterstock.com

Die klassische Methode zur Entfernung von Moos auf Steinen oder Holzböden ist die Reinigung mit einer Bürste oder einem Schrubber. Bei leichtem Befall reicht es, die betroffenen Flächen einfach trocken abzubürsten. Bei hartnäckigem Grünspan ist die mechanische Entfernung jedoch kraft- und zeitaufwendig.

Profi-Fugenbürsten erleichtern die Arbeit

Es gibt gute Spezialprodukte, die das Entfernen von Moos an Plattenfugen und Mauerkanten wesentlich erleichtern. Fugenbürsten zeichnen sich durch zusätzliche Kratzkanten und verstärkte Borsten aus, und eine Verlängerung per Teleskopstiel ermöglicht eine rückenschonende Arbeitsweise. Elektrische Fugenbürsten sind quasi die Profi-Variante und erlauben eine schnelle und effiziente Unkrautbeseitigung ganz ohne Knie- und Rückenschmerzen.

Vorteile
  • einfache, umweltfreundliche Methode
  • wirkungsvoll bei leichter Verschmutzung
  • auch für empfindliche Oberflächen geeignet
Nachteile
  • ohne Spezialwerkzeug zeitaufwendig und kraftraubend
  • Standard-Bürsten entfernen Moos nicht aus Ritzen und Fugen
Unsere Produktempfehlungen

2. Moos entfernen mit Waschsoda / Natron

Moos entfernen mit Waschsoda oder Natron
© JPC-PROD / shutterstock.com

Waschsoda respektives „Reines Soda“ ist ein effizientes und umweltfreundliches Mittel gegen Moos und Algen. Es wird auch als Natriumcarbonat (NA²Co³) bezeichnet. Es besteht ein Unterschied zu Speisenatron, das umgangssprachlich meist als „Natron“ bezeichnet wird, und wissenschaftlich als Natriumhydrogencarbonat (NAHCO³) bekannt geworden ist. Der Begriff „hydrogen“ macht die Abweichung duch die Wasserstoffkomponente deutlich. Allerdings: Beide Stoffe reagieren empfindlich auf Hitze und Flüssigkeit. Bei Waschsoda fällt die Reaktion jedoch stärker aus, weshalb es besser als Basis für Putz- oder Reinigungsmittel geeignet ist. Da es leicht stäubt, muss bei der Verarbeitung darauf geachtet werden, den Kontakt mit Augen, Atemwegen, Schleimhäuten usw. zu vermeiden.

Für den Hausgebrauch ist Waschsoda in der Regel in Pulverform erhältlich. In Wasser aufgelöst ergibt sich eine Lauge, also das Gegenteil einer Säure. Diese eignet sich auch zur Behandlung empfindlicher Natursteinböden und Beton. Einer der Vorteile von dieses Mittels ist, dass es umweltschonend und damit ohne Gefahren für die eigene Gesundheit und für die Anwendung im eigenen Garten gut geeignet ist.

Anwendung

Zunächst werden die dicken Moospolster gelockert. Anschließend gibt man üblicherweise eine Mischung aus 15-20 g Soda auf 10 l Wasser auf die zu behandelnden Flächen. Die Flächen sollten vollständig mit der Flüssigkeit bedeckt sein.

Soda sollte möglichst lange einwirken, optimal sind 24 Stunden oder mehr. Dementsprechend sollte die Behandlung idealerweise an einem trockenen Tag erfolgen, wenn auch für den kommenden Tag kein Regen vorhergesagt wurde.

Nach der Einwirkzeit können die Flächen zusätzlich mit einer Bürste bearbeitet werden. Die Entfernung der Sodamischung erfolgt durch einfaches Abspülen oder am einfachsten durch den nächsten Regenguss.

Vorteile
  • einfache und umweltfreundliche Methode
  • Soda ist preisgünstig
  • auch bei starker Moosbildung wirkungsvoll
Nachteile
  • Kann nur bei trockenem Wetter angewendet werden
Unsere Produktempfehlung

3. Grünbelag mit Essig entfernen

Essig wird häufig als Hausmittel zur Entfernung von Moos empfohlen. Zwar kann die Säure Grünbelag entfernen, die Anwendung ist allerdings nur eingeschränkt zu empfehlen.

Um Moos von Steinplatten oder Natursteinen zu entfernen, ist Essig nicht geeignet, da die aggressive Säure die Steinoberfläche beschädigt.
Zum anderen ist die großflächige Anwendung von Essig, Essigessenz oder Zitronensäure auf versiegelten Flächen gesetzlich in vielen Bundesländern verboten, da Essig als gewässerschädigend gilt. Die Anwendung auf Grünflächen ist ebenfalls nicht empfehlenswert, da Essig nicht nur Moos, sondern auch Gras und andere Pflanzen zerstört. Lediglich zur Behandlung von Blumenkübeln oder Gartenmöbeln ist die Methode geeignet, wobei die Verträglichkeit vorher an einer unauffälligen Stelle getestet werden sollte.

Anwendung

Essig mit 5 % Säure wird pur auf einen Lappen gegeben, mit diesem werden die behandelten Flächen bedeckt. Nach einer Einwirkzeit von mehreren Stunden (je empfindlicher die Oberfläche, desto kürzer) wird das überschüssige Moos mit dem Lappen entfernt. Anschließend sollte das behandelte Objekt mit klarem Wasser nachgespült werden.

Vorteile
  • sehr wirkungsvoll
Nachteile
  • auf versiegelten Flächen nicht erlaubt
  • beschädigt Platten, Beton und Naturstein

4. Grünspan entfernen mit dem Hochdruckreiniger

Grünspan entfernen mit dem Hochdruckreiniger
© Pakawat Suwannaket / shutterstock.com

Die Beseitigung von Algen, Moos und anderen Verunreinigungen mit dem Hochdruckreiniger ist eine bequeme und in vielen Fällen sehr effiziente Methode. Voraussetzung ist allerdings, dass der Belag nicht zu empfindlich ist. Für die Reinigung von polierten oder beschichteten Bodenbelägen wie beispielsweise Sandsteinplatten, Fliesen oder Holzböden ist der Hochdruckreiniger nicht geeignet. Diese Böden bekämen mit jeder Anwendung feine Haarrisse, die zunächst nicht sichtbar sind. Diese führten aber dazu, dass sich Moos und Algen infolge vermehrt ansiedeln. Insofern ist es bei der Anwendung wichtig, auf die Reinigungsempfehlungen des Herstellers zu achten.

Umweltbonus: Wird auf den Zusatz von Chemie verzichtet, kann effektiv gereinigt werden, ohne dass belastende Substanzen in die Umwelt gelangen.

Unser Tipp: Hochdruckreiniger „K5 Compact“ von Kärcher

Der in Stiftung Warentest 05/2014 mit „Gut“ bewertete Hochdruckreiniger ist ein wahrer Preis-/Leistungstipp und hervorragend geeignet zum unkomplizierten Grünspan entfernen bei Gartenmöbeln, Terrasse und Co.

Kärcher K5 Compact Praxisvideo / Produktvorstellung

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5. Moos mit dem Gasbrenner ausbrennen

Moos mit dem Gasbrenner ausbrennen
© Gabor Tinz / shutterstock.com

Hartnäckiges Moos, das zwischen Wegplatten wächst, kann mit dem Gasbrenner entfernt werden. Mit der Flamme können auch Ritzen zwischen Steinen gut erreicht werden.

Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf hohe Hitze: Ab 60 – 70° C gerinnt das Eiweiß in den Pflanzen, ab ca. 110 ° C platzen die Zellen aufgrund des Wasserdampfes und der damit verbundenen Ausdehnung einfach auf. Es genügt somit, die betroffenen Pflanzen lediglich für wenige Sekunden zu erhitzen – sie müssen nicht „hingebungsvoll abgeflemmt“ werden, da die Pflanzen durch die beschriebenen Effekte nach wenigen Stunden absterben. Hartnäckige Pflanzen mit tiefem Vegetationspunkt bedürfen einer entsprechenden Nachbehandlung – oder einer alternativen, ergänzenden Methode.

Selbstverständlich ist diese Methode nicht für Holzböden und empfindliche Oberflächen geeignet. Achten Sie beim Arbeiten auf eine gebührende Absicherung des Arbeitsplatzes und tragen Sie die notwendige PSU / Schutzausrüstung

Video: Unkräuter mit dem Gasbrenner abflämmen

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6. Moos und Unkraut mit dem Fugenreiniger entfernen

Wuchert Moos zwischen Bodenplatten, kann es manuell mit dem Fugenreiniger oder Unkrautkratzer entfernt werden. Diese Methode ist effizient aber zeitaufwendig – einfacher und schneller geht die Arbeit mit einem elektrischen Fugenreiniger voran.

7. Umweltverträgliche Produkte zur Entfernung von Grünbelägen

Grünbelagentferner von beko – Konzentrat
Grünbelagentferner Konzentrat von beko

Das biologisch abbaubares Mittel zur Entfernung von Algen, Flechten, Sporen und anderen Grünbelägen vom Qualitätshersteller beko ist materialschonend, pH-neutral sowie chlor- und phosphatfrei. Mögliche Anwendungsszenarien umfassen das Reinigen von Terassen, Treppen, Wegen, Fassaden, Grabsteine oder Zäunen aber auch von Glas, Holz oder Kunststoff.

Das Konzentrat wird mit Wasser vermischt, und mit einer Gießkanne auf die betroffene, möglichst vorbehandelte Fläche aufgetragen. Alternativ lässt es sich auch mit einem Niederdrucksprühgerät auf die betroffene Fläche aufbringen. Die Wirkung tritt nach 1 bis 2 Tagen ein; die Reste des Grünbelages verschwinden von selbst bzw. werden vom Regen abgetragen.

Erhältlich ist der Grünbelagentferner von beko u. a. im Schwan Baushop. Varianten als 1 Liter Flasche oder 5 Liter Kanister sind verfügbar. 1 Liter des Konzentrats ergibt 10 L gebrauchsfertige Mischung.

„moosfrei“ von awiwa – mikrobiologischer Moos- und Grünbelagentferner

Durch die Wirkstoffkombination aus natürlichen Mikroorganismen und Enzymen ist das Produkt laut Hersteller säurefrei, nicht toxisch und nicht ätzend. Es greift keine Metalle an und ist biologisch abbaubar. 1 Liter des Konzentrats ergibt 5 Liter gebrauchsfertige Mischung, anwendbar auf eine Fläche von bis zu 50 m².

Vorsicht bei chemischen Grünbelagsentfernern angebracht

Generell gilt: Es gibt im Handel viele chemische Grünbelagsentferner,die aus Gründen des Umweltschutzes nicht angewendet werden sollten. Sie werden als Biozide deklariert und dürfen daher frei verkauft werden, obwohl ihre Verwendung auf versiegelten Flächen wie Gehwegen, Einfahrten, Terrassen gesetzlich verboten ist. Die Anwendung ist lediglich auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen mit Einschränkungen erlaubt.

Diese Produkte enthalten Stoffe wie Benzalkoniumchlorid, Kaliumhydroxid oder Didecyldimethylammoniumchlorid. Alle genannten Stoffe sind wassergefährdend, sie reizen die Haut und die Atemwege. Sie töten nicht nur den Grünbelag, sondern auch alle nützlichen und wünschenswerten Mikroorganismen in Gewässern und Böden. Aus diesem Grund ist von der Anwendung dringend abzuraten.

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