Was tun, wenn das Wasser in der Zisterne stinkt?

Zisternenwasser stinkt - Mittel gegen stinkende Zisterne

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Läuft das Regenwasser in die Zisterne, trägt es oft Schmutz oder Blätter mit sich. Sobald sich diese zersetzen, können sich Gase entwickeln. Diese sorgen dafür, dass das Zisternenwasser stinkt. Hier erfahren Sie, welche Mittel es gegen eine stinkende Zisterne gibt und ob Sie Ihre Zisterne reinigen müssen.

Gründe für die üble Geruchsbildung: Warum die Zisterne stinkt

Regnet es, rinnt das Wasser über Dach und Zufluß in die Zisterne, den Wassertank oder die Wassertonne. Mit dem Regenwasser werden auch Blütenstaub, Vogelkot, Laub oder andere organische Substanzen vom Dach in den Tank gespült. Filter können den gröbsten Schmutz auffangen. Je größer die Zisterne oder der Tank ist, desto mehr Wasser kann gesammelt werden. Regnet es längere Zeit nicht, sinkt der Gehalt an Sauerstoff, der sich im Wasser befindet. Das „gefällt“ den anaeroben Fäulnisbakterien, weil sie dann am besten gedeihen können. Sie zersetzen die organischen Substanzen im Regenwasser und bilden gemeinsam mit den organischen Substanzen eine schwarze Schicht auf dem Boden der Zisterne. Beim Abbau dieser organischen Einträge durch die anaeroben Fäulnisbakterien bildet sich Schwefelwasserstoff, der dann dafür sorgt, dass das Zisternenwasser stinkt.

Präventive Lösungen für Wasser- oder Regentonne

Wenn Sie das Regenwasser in einer offenen Wasser- oder Regentonne auffangen, reicht oft ein Deckel aus feinem Drahtgeflecht aus. Dieser fängt Blätter und anderen groben Schmutz auf, so dass er nicht in die Wassertonne gelangt. Da Sonnenlicht und Wärme die Vermehrung der Fäulnisbakterien beschleunigt, sollte die Wasser- oder Regentonne an einer schattigen und kühlen Stelle stehen. Sie können die Tonne auch zur Hälfte im Boden eingraben, damit die Temperaturen dauerhaft kühler bleiben. Regnet es über einen längeren Zeitraum nicht, brauchen Sie einfach das Wasser aus der Wassertonne auf. Anschließend können Sie die Wasser- oder Regentonne gründlich von sämtlichen organischen Resten reinigen.

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Diese Kombination aus Laubabscheider und Regentonnenfüllautomat kann als Feinfilter oder Korbfilter eingesetzt werden, und gleichzeitig die Regentonne füllen. Unkompliziert zu installieren.

Lösung für Wassertank

Je größer das Volumen Ihres Wassertanks ist, desto länger reicht bei trockenen Perioden das Wasser. Daher sollten Sie besonders bei einem großen Fassungsvermögen nicht nur mechanische, sondern auch biologische Filter nutzen, damit Ihr Regenwasser nicht fault und stinkt. Da sich die anaeroben Fäulnisbakterien in einer sauerstoffarmen Umgebung am wohlsten fühlen, hilft es, wenn Sie einen solarbetriebenen Belüfter in den Wassertank einsetzen. Dieser sorgt dafür, dass auch bei längeren Trockenperioden das Wasser im Tank mit Sauerstoff angereichert wird, so dass Fäulnisbakterien und damit Gestank keine Chance haben.

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Filtert Verschmutzungen aus dem Regenwasser, füllt den Regenspeicher automatisch und verhindert ein Überlaufen des vollen Tanks. Leichte Installation. Optional erhältliches Zubehör / Verbindungsset beachten.

Lösung für Zisternen

Eine Zisterne sammelt ebenfalls Regenwasser in oft größeren Mengen. Dieses kann zum Gießen im Garten, aber auch zur Klospülung oder Wäschewaschen genutzt werden. Riecht das Wasser in der Zisterne faulig, enthält es zu wenig Sauerstoff und die anaeroben Fäulnisbakterien können sich vermehren. Mechanische und biologische Filter reinigen das Regenwasser, so dass nur wenige organische Substanzen in die Zisterne gelangen können. Ein Belüfter bringt Sauerstoff ins Wasser. Das gleiche geschieht, wenn es regnet oder Sie frisches Wasser in die Zisterne leiten. Wenn das Zisternenwasser stinkt, obwohl ausreichend Sauerstoff im Wasser ist, sollten Sie das Wasser ablassen und die Zisterne reinigen. Die Zisterne stinkt nämlich auch, wenn sich unten im Wasser tote Tiere befinden.

Erfahrungsberichte zeigen, dass die einfache Installation einer Luftmembranpumpe (bzw. eines Teichbelüfters) schon nach kurzer Zeit erstaunliche Verbesserungen mit sich bringen kann. Batteriebeetriebene Modelle eigenen sich nur bedingt; mit Solarstrom bzw. herkömmliche betriebene Pumpen machen mehr Sinn. Der Sprudelstein wird dann mittig auf dem Grund des Wasserbehälters platziert, damit eine effektive Belüftung inklusive geringer Wasserumwälzung erfolgen kann. Welches Modell optimal geeignet ist, entscheiden individuelle Faktoren wie Wassertiefe und Pumpenluftdruck.

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Dieser Teichbelüfter kann für die Umwälzung des Zisternenwassers zweckentfremdet werden. Kombiniert mit einer Zeitschaltuhr sollte man ihn  täglich für mehrere Minuten laufen lassen. Er wird über einen regulären 220 V Anschluss betrieben; der mitgelieferte Schlauch mit 10 m Länge erlaubt eine spritzwassergeschützte Installation außerhalb des Sicht- und Hörfeldes. Bei einer Tiefe von 1,5 m Tiefe läuft er Erfahrungsberichten zufolge noch ohne Probleme; größere Tiefen blieben auszutesten.

Laufleistung 4 Watt, 240 Liter pro Stunde (bzw. alternativ der „größere“ Bruder mit 8 Watt, 500  l/h und zwei Luftschläuchen)

Wenn alles nicht hilft: Mittel gegen stinkende Zisterne

Lässt sich die Zisterne nicht reinigen, gibt es ein Mittel gegen die stinkende Zisterne. Das Produkt „S-Pro® ZisternenKlar“ von profiechemie.com verspricht, nicht nur die anaeroben Fäulnisbakterien wirksam zu bekämpfen, sondern auch Algen. Das Produkt wirkt fungizid und tötet damit sowohl Pilze und Flechten, als auch deren Sporen und gleichzeitig germozid, das heißt, es wirkt gegen die Fäulnisbakterien. Wird das Wasser aus der Zisterne für die Bewässerung des Gartens genutzt, reichen für eine erste Behandlung 100 Milliliter S-Pro® ZisternenKlar auf zehn Kubikmeter Zisternenwasser zur Erstbehandlung aus. Die Pflanzen im Garten können anschließend unbedenklich mit dem Zisternenwasser gegossen werden. Die Dosierung ist einfach und das wirkungsvolle Mittel gegen stinkende Zisterne wirtschaftlich. Mit Hilfe dieses Mittels bleibt das Wasser in der Zisterne klar und geruchsfrei, so dass Sie nicht in die Tiefe steigen müssen, um die Zisterne zu reinigen. Nach der ersten Behandlung mit S-Pro® ZisternenKlar reichen ganze 50 Milliliter wöchentlich auf zehn Kubikmeter Zisternenwasser aus, um das Wasser in der Zisterne dauerhaft klar zu halten. So können sich selbst bei längeren Trockenperioden, in denen nur wenig frisches Regenwasser in die Zisterne gelangt, keine Fäulnisbakterien mehr entwickeln.

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